27.-29.04.2016: Viertklässler tauschen Klassenzimmer mit Jugendherberge

Für drei Tage tauschten die Viertklässler mit ihrem Klassenlehrer Herr Uihlein und Lehreranwärterin Anna Schmidt ihr Klassenzimmer mit der Jugendherberge in Forbach. Auch wenn das Wetter nicht immer für solch einen Aufenthalt optimal war – Regen, Schnee, Sonne, Kälte - , genoss die Klasse einige erlebnisreiche Tage mit einem abwechslungsreichen und interessanten Programm.
Da die Wettervorhersage nichts Gutes versprach, wurde die Anreise nach Forbach mit einem Umweg nach Karlsruhe in den Zoo verlängert. Bei trockenem Wetter erlebten die Kinder dort die Vielfalt der Tiere, bestaunten die Fütterung der Robben und Eisbären, waren fasziniert vom neu erbauten Exotenhaus, insbesondere der Fledermaushöhle, und tobten sich auf dem Kinderspielplatz an verschiedensten Klettergeräten aus. Am Nachmittag ging es wieder mit dem Zug Richtung Forbach, wo eine 1,5 stündige Wanderung zur Jugendherberge absolviert werden musste.

Schullandheim Klasse 4 Klasse 4 im Schullandheim

Schullandheim Klasse 4
Schullandheim Klasse 4 Nicht ganz so einfach – das Betten beziehen

Nach der Begrüßung und Einweisung durch die Herbergseltern galt es die Zimmer und vor allem die Betten zu beziehen – ein Erlebnis und für die meisten eine fast nicht lösbare Aufgabe. Schließlich war dies doch mit Hilfe der Lehrer und Herbergsmutter geschafft und das verdiente Abendessen durfte eingenommen werden. Mit einer Nachtwanderung, bei der es für manche doch etwas unheimlich wurde, bei der die Klasse Tierlaute identifizieren konnten, wenn sie es denn schafften leise zu sein, hofften die Lehrer den Tag beschließen zu können. Obwohl recht müde konnten die meisten nun doch noch nicht einschlafen, so dass die Bettruhe erst recht spät einkehrte.

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der Projekte. „Auf den Spuren der Burenziegen“ und „Wilde Wasser- ein Bergbach“ wurde von Herrn Uihlein organisiert. Unter fachkundiger Führung von Naturpädagoginnen erfuhr die Klasse viel Interessantes über die Herkunft, die Bedeutung und das Leben der Ziegen, die von früheren Generationen in Bermersbach angesiedelt wurden. Beim Besuch der Ziegen erlebten die Kinder mit viel Freude diese dann beim Füttern und Streicheln hautnah. In einer für diese Gegend typische Heuhütte durften die Kinder zum Abschluss einen Sprung in das weiche Heu wagen.

Schullandheim Klasse 4
Schullandheim Klasse 4 Viel Spaß hatten die Kinder beim Streicheln und Füttern der Ziegen

Schullandheim Klasse 4 Boote bauen ist auch nicht einfach

Schullandheim Klasse 4 Start zum Bootsrennen

„Wilde Wasser“ – dafür mussten die Kinder zuerst einmal aus Holz- und Rindenstücken, die sie im Wald suchten, kleinen Boote bauen. Beim Bootsrennen im reißenden Gebirgsbach erfuhren die Kinder einiges über die Eigenarten eines Baches wie Fließgeschwindigkeit, Hochwasser, Stromschnellen und anderes mehr.

Leben in so einem Bach eigentlich auch Tiere? Dies galt es zu erforschen. Mit Becherlupe, Sieben, Pinseln und Bestimmungskarten untersuchten die Kinder begeistert das Wasser und entdeckten vor allem unter den Steinen viele Lebewesen, mit Hilfe derer man Auskunft über die Qualität des Wassers bekommen konnte. Da der Bach recht viel Wasser führte, nützten auch die Stiefel nichts, so dass diese gefüllt mit Wasser für nasse Strümpfe und Hosen sorgten. Doch dies tat der Stimmung und dem Interesse keinen Abbruch, im Gegenteil es sorgte für viel Heiterkeit und Spaß.
Nach einem von den Kindern mitgestalteten Spieleabend und einer diesmal sehr ruhigen Nacht hieß es am nächsten Tag wieder Abschied nehmen.
Mit dem Zug ging es zurück nach Baiersbronn, wo die Eltern die Kinder erwartungsvoll in Empfang nahmen.

Schullandheim Klasse 4
Schullandheim Klasse 4 Erstaunlich, was in dem Bach so alles lebt